Schulsozialarbeit an der Lilly Jordans Schule und der Michel Buck Schule                                                                     zurück

 

 

Trägerschaft

Ausführender Träger der Jugendarbeit in Herbertingen ist das Erzbischöfliche Kinderheim Haus Nazareth in Sigmaringen (www.haus-nazareth-sig.de), welches ein Netzwerk von ambulanten und stationären Jugendhilfemaßnahmen in den Landkreisen Sigmaringen und Zollern-Alb anbietet.

 

Personal (Stellenanteile)

Für den Bereich der Schulsozialarbeit ist Frau Annegret Graul zuständig. Seit September 2008 wurde die Stelle der Schulsozialarbeit auf 50% erhöht.

Unterstützt wird Frau Graul von einer Vorpraktikantin, Frau Zaja. Ihr Arbeitsschwerpunkt liegt im Bereich der Verlässlichen Grundschule und in der Unterstützung der flexiblen Nachmittagsbetreuung.

Außerdem vereinbarte die Gemeinde mit dem Haus Nazareth einen Vertrag mit weiteren 12 Stunden in der Woche im Rahmen der Ganztagsbetreuung, welche von November 2008 bis Juli 2010 von Frau Alina Kovacs übernommen wurden. Nachfolgerin von Frau Kovacs ist seit September 2010 Frau Sabine Paul.

 

Inhalte

Schulsozialarbeit ist -  kurz gesagt - die spezielle Tätigkeit von sozialpädagogischen Fachkräften der Jugendhilfe im System Schule. Sie ist eine präventive Jugendhilfe zur ganzheitlichen, lebensweltbezogenen und lebenslagenorientierten Förderung junger Menschen im schulpflichtigen Alter.

Schulsozialarbeit hat ihre Rechtsgrundlage im § 13 SGB VIII: „Junge Menschen, die zum Ausgleich sozialer Benachteiligung oder zu Überwindung individueller Beeinträchtigung in erhöhtem Maße auf Unterstützung angewiesen sind, sollen im Rahmen der Jugendhilfe sozialpädagogische Hilfen angeboten werden, die ihre schulische und berufliche Ausbildung, Eingliederung in die Arbeitswelt und ihre soziale Integration fördern.“

Die Schulsozialarbeit an der Lilly-Jordans-Schule in Herbertingen kann im Wesentlichen in drei Bereiche (Beratung/Einzelfallhilfe; Gruppenarbeit/Klassenprojekte, Seminare) eingeteilt werden, welche im Folgenden genauer erläutert werden. Weitere Veranstaltungen im Laufe des Schuljahres wurden unter dem Punkt weitere Aktivitäten zusammengefasst.

 

Beratung und Einzelfallhilfe

Die Beratung und Einzelfallhilfe richtet sich an Kinder, Jugendliche und Eltern, die in Zusammenhang mit der Schule stehen. Sie dient der Intervention bei akuten Problemlagen, sowie der Prävention in Bezug auf schwierige Lebenslagen von Kindern und Jugendlichen. Themen sind hier unter anderem Probleme mit: Familie, Eltern, Drogen Gewalt, Straffälligkeit, Berufsorientierung, Streit zwischen Kindern bzw. Jugendlichen, Mobbing, Trennung und Scheidung der Eltern etc.

Die Beratungsintensität hängt von dem speziellen Einzelfall ab – je nach dem wie schwierig und umfassend das Problem ist. Bei umfassenderen Problemlagen, die den Rahmen der Beratung im Sinne der Schulsozialarbeit überschreiten, erfolgt eine Vermittlung zu den entsprechenden Hilfeeinrichtungen (Jugendamt, Erziehungsberatungsstelle, Anlaufstelle bei sexueller Gewalt, Polizei, Therapeut etc.). Die Schulsozialarbeit stellt den Kontakt zu den jeweiligen Fachstellen her und begleitet im Einzellfall auch Schüler oder Eltern zu diesen Terminen.

Wichtig hierbei ist, dass die Beratung auf Freiwilligkeit beruht und der Schweigepflicht unterliegt.

Die Problemlagen mit denen sich die Schüler an die Schulsozialarbeit wenden beziehen sich auf folgende Punkte:

Durch die intensive und gute Kooperation mit der Schulleitung und dem Lehrerkollegium wird die Schulsozialarbeit auch in Krisensituationen einzelner Schüler als Beratungsinstanz in verschiedene Gremien miteinbezogen.

 

Die Schulsozialarbeit bietet dann den betroffenen Schüler und Schülerinnen ein adäquates Gesprächs- und Hilfsangebot an und begleitet die Schüler durch die Krise oder vermittelt wie oben schon benannt an andere passende Fachstellen und stellt den Kontakt zu diesen her.

 

Neben der Beratung von Schülern nutzen auch Eltern oder Erziehungsberechtigte die Schulsozialarbeit als Beratungsinstanz in verschiedensten Lebens- und Erziehungsfragen.

 

Aus einzelnen Beratungsgesprächen können sich dann konkrete Einzelbetreuungen ergeben. Hierbei hat die Schulsozialarbeit über einen längeren Zeitraum einen intensiven Kontakt zu einzelnen Schülern. Gemeinsam wird an dem bestehenden Problem gearbeitet und es wird versucht, Lösungen bzw. Lösungsmöglichkeiten zu finden.

 

Gruppenarbeit und Klassenprojekte

Das zweite Arbeitsfeld der Schulsozialarbeit bezieht sich auf die pädagogische Arbeit mit ganzen Klassen oder festen Gruppen an der Lilly-Jordans-Schule in Herbertingen.

Gemeinsam mit den Klassen- oder Fachlehrern entwickelt oder sucht die Schulsozialarbeiterin Programme und Trainings aus, die für die jeweilige Problemdiagnose bzw. das gemeinsam ermittelte Ziel,  passende Themen und Methoden beinhalten. Hier liegt der Schwerpunkt im Bereich der Werkrealschule, obwohl aufgrund akuter Krisensituationen in Klassen im Grundschulbereich auch dort Projekte durchgeführt wurden.

Die Umsetzung der Projekte findet in den Klassen in kürzeren oder regelmäßigen und längerfristigen Einheiten statt.

 

 

 

Seminare

Bei dem 3. Schwerpunkt handelt es sich um themenbezogene mehrtägige Seminare meist außerhalb der Schulzeit, wie z.B. das Mädchenseminar oder Bewerber- oder Filmseminar.

 

Weitere Aktivitäten

Zusätzlich zu den drei Schwerpunkten Beratung/Einzelfallhilfe, Gruppenarbeit/ Klassenprojekte und Seminare  organisierte die Schulsozialarbeit während des Schuljahres immer wieder verschiedene Projekte (Projekt „Soziales Engagement“) oder Aktionen (wie z.B. Zukunftswerkstatt mit Girls-Day) oder nimmt an schulischen Veranstaltungen teil.

 

Verlässliche Grundschule

Die Verlässliche Grundschule (VGS) ist ein Betreuungsangebot für Grundschüler, bei dem die Kinder je nach Bedarf der Eltern vor oder nach dem Unterricht betreut werden.  Die Verlässliche Grundschule bietet etliche Vorteile. So können Lücken im Stundenplan aufgefüllt werden und die verlässlichen Zeiten bieten den Kindern Struktur und Orientierung.

Für berufstätige Eltern stellt die Verlässliche Grundschule eine Entlastung dar, da die Kinder von morgens 7.00 Uhr bis 13.00 Uhr in der Schule betreut werden und so eine halbtägige Anstellung für die Eltern möglich ist.

Die Verlässliche Grundschule gliedert sich in einen Vor- und Nachmittagsblock: Im Vormittagsblock werden die Kinder von 7.00 bis 8.10 Uhr (Montag-Mittwoch) bzw. 7.00 Uhr bis 8.55 Uhr (Donnerstag, Freitag), im Nachmittagsblock von 11.45 Uhr (bei Bedarf auch ab 11.00 Uhr) bis 13.00 Uhr betreut.

Die Inhalte der Betreuungszeiten beziehen sich im Vormittagsblock auf die Hinführung der Kinder in den schulischen Alltag durch kreative oder spielerische Elemente, wie z.B. Bastelangebote, Gruppenspiele oder Brettspiele.

Außerdem wird den Kindern einmal wöchentlich die Möglichkeit geboten in der Verlässlichen Grundschule zu frühstücken.

Im Nachmittagsblock besteht für die Kinder die Möglichkeit, die Hausaufgaben zu machen oder wie morgens zu basteln oder zu spielen. Auch hier wird ein Schwerpunkt auf Bewegungselemente im Freien oder der Alemannenhalle gelegt, damit das Bewegungsdefizit der Schule ausgeglichen werden kann.

 

Ganztagsbetreuung

Seit November 2008 ist die Lilly-Jordans-Schule im Bereich der Grundschule eine Schule mit Ganztagsbetreuung.

Die Betreuung findet während und nach dem Essen von Montag bis Donnerstag von 11.45 Uhr bis 14.30 Uhr statt. Montags bis donnerstags wird von 13.00 Uhr bis 14.30 Uhr Hausaufgabenbetreuung angeboten. Verschiedenen Projekte, wie z.B. Projekt "Natur" finden nachmittags statt.

 

Ansprechpartner und Kontakt:                                                                                                                                    zurück

Frau Annegret Graul (Sozialpädagogin) 07586/920892 oder 07586/920893