Schulsozialarbeit an
der Lilly Jordans Schule
Trägerschaft
Ausführender Träger der Jugendarbeit in Herbertingen ist das
Erzbischöfliche Kinderheim Haus Nazareth in Sigmaringen (www.haus-nazareth-sig.de), welches ein Netzwerk von ambulanten und
stationären Jugendhilfemaßnahmen in den Landkreisen Sigmaringen und Zollern-Alb
anbietet.
Personal
(Stellenanteile)
Für den Bereich der Schulsozialarbeit ist
Frau Annegret Graul zuständig. Seit September 2008 wurde die Stelle der
Schulsozialarbeit auf 50% erhöht.
Unterstützt wird Frau Graul von einer
Vorpraktikantin, Frau Zaja. Ihr Arbeitsschwerpunkt liegt im Bereich der Verlässlichen
Grundschule und in der Unterstützung der flexiblen Nachmittagsbetreuung.
Außerdem vereinbarte die Gemeinde mit dem
Haus Nazareth einen Vertrag mit weiteren 12 Stunden in der Woche im Rahmen der
Ganztagsbetreuung, welche von November 2008 bis Juli 2010 von Frau Alina Kovacs übernommen
wurden.
Inhalte
Schulsozialarbeit ist - kurz gesagt - die spezielle Tätigkeit von
sozialpädagogischen Fachkräften der Jugendhilfe im System Schule. Sie ist eine
präventive Jugendhilfe zur ganzheitlichen, lebensweltbezogenen und
lebenslagenorientierten Förderung junger Menschen im schulpflichtigen Alter.
Schulsozialarbeit hat ihre
Rechtsgrundlage im § 13 SGB VIII: „Junge Menschen, die zum Ausgleich
sozialer Benachteiligung oder zu Überwindung individueller Beeinträchtigung in
erhöhtem Maße auf Unterstützung angewiesen sind, sollen im Rahmen der
Jugendhilfe sozialpädagogische Hilfen angeboten werden, die ihre schulische und
berufliche Ausbildung, Eingliederung in die Arbeitswelt und ihre soziale
Integration fördern.“
Die Schulsozialarbeit an der
Lilly-Jordans-Schule in Herbertingen kann im Wesentlichen in drei Bereiche
(Beratung/Einzelfallhilfe; Gruppenarbeit/Klassenprojekte, Seminare) eingeteilt
werden, welche im Folgenden genauer erläutert werden. Weitere Veranstaltungen
im Laufe des Schuljahres wurden unter dem Punkt weitere Aktivitäten
zusammengefasst.
Beratung und Einzelfallhilfe
Die Beratung und Einzelfallhilfe richtet
sich an Kinder, Jugendliche und Eltern, die in Zusammenhang mit der Schule
stehen. Sie dient der Intervention bei akuten Problemlagen, sowie der
Prävention in Bezug auf schwierige Lebenslagen von Kindern und Jugendlichen.
Themen sind hier unter anderem Probleme mit: Familie, Eltern, Drogen Gewalt,
Straffälligkeit, Berufsorientierung, Streit zwischen Kindern bzw. Jugendlichen,
Mobbing, Trennung und Scheidung der Eltern etc.
Die Beratungsintensität hängt von dem
speziellen Einzelfall ab – je nach dem wie schwierig und umfassend das Problem
ist. Bei umfassenderen Problemlagen, die den Rahmen der Beratung im Sinne der
Schulsozialarbeit überschreiten, erfolgt eine Vermittlung zu den entsprechenden
Hilfeeinrichtungen (Jugendamt, Erziehungsberatungsstelle, Anlaufstelle bei
sexueller Gewalt, Polizei, Therapeut etc.). Die Schulsozialarbeit stellt den
Kontakt zu den jeweiligen Fachstellen her und begleitet im Einzellfall auch
Schüler oder Eltern zu diesen Terminen.
Wichtig hierbei ist, dass die Beratung
auf Freiwilligkeit beruht und der Schweigepflicht unterliegt.
Die Problemlagen mit denen sich die
Schüler an die Schulsozialarbeit wenden beziehen sich auf folgende Punkte:
Durch die intensive und gute Kooperation
mit der Schulleitung und dem Lehrerkollegium wird die Schulsozialarbeit auch in
Krisensituationen einzelner Schüler als Beratungsinstanz in verschiedene
Gremien miteinbezogen.
Die Schulsozialarbeit bietet dann den
betroffenen Schüler und Schülerinnen ein adäquates Gesprächs- und Hilfsangebot
an und begleitet die Schüler durch die Krise oder vermittelt wie oben schon
benannt an andere passende Fachstellen und stellt den Kontakt zu diesen her.
Neben der Beratung von Schülern nutzen
auch Eltern oder Erziehungsberechtigte die Schulsozialarbeit als
Beratungsinstanz in verschiedensten Lebens- und Erziehungsfragen.
Aus einzelnen Beratungsgesprächen können
sich dann konkrete Einzelbetreuungen ergeben. Hierbei hat die Schulsozialarbeit
über einen längeren Zeitraum einen intensiven Kontakt zu einzelnen Schülern.
Gemeinsam wird an dem bestehenden Problem gearbeitet und es wird versucht,
Lösungen bzw. Lösungsmöglichkeiten zu finden.
Gruppenarbeit und Klassenprojekte
Das zweite Arbeitsfeld der
Schulsozialarbeit bezieht sich auf die pädagogische Arbeit mit ganzen Klassen
oder festen Gruppen an der Lilly-Jordans-Schule in Herbertingen.
Gemeinsam mit den Klassen- oder
Fachlehrern entwickelt oder sucht die Schulsozialarbeiterin Programme und
Trainings aus, die für die jeweilige Problemdiagnose bzw. das gemeinsam
ermittelte Ziel, passende Themen und
Methoden beinhalten. Hier liegt der Schwerpunkt im Bereich der Werkrealschule,
obwohl aufgrund akuter Krisensituationen in Klassen im Grundschulbereich auch
dort Projekte durchgeführt wurden.
Die Umsetzung der Projekte findet in den
Klassen in kürzeren oder regelmäßigen und längerfristigen Einheiten statt.
Bei dem 3. Schwerpunkt handelt es sich um
themenbezogene mehrtägige Seminare meist außerhalb der Schulzeit, wie z.B. das
Mädchenseminar oder Bewerber- oder Filmseminar.
Weitere Aktivitäten
Zusätzlich zu den drei Schwerpunkten
Beratung/Einzelfallhilfe, Gruppenarbeit/ Klassenprojekte und Seminare organisierte die Schulsozialarbeit
während des Schuljahres immer wieder verschiedene Projekte (Projekt „Soziales
Engagement“) oder Aktionen (wie z.B. Zukunftswerkstatt mit Girls-Day) oder
nimmt an schulischen Veranstaltungen teil.
Verlässliche
Grundschule
Die Verlässliche Grundschule (VGS) ist
ein Betreuungsangebot für Grundschüler, bei dem die Kinder je nach Bedarf der
Eltern vor oder nach dem Unterricht betreut werden. Die Verlässliche Grundschule bietet etliche Vorteile. So können Lücken
im Stundenplan aufgefüllt werden und die verlässlichen Zeiten bieten den
Kindern Struktur und Orientierung.
Für berufstätige Eltern stellt die
Verlässliche Grundschule eine Entlastung dar, da die Kinder von morgens 7.00
Uhr bis 13.00 Uhr in der Schule betreut werden und so eine halbtägige
Anstellung für die Eltern möglich ist.
Die Verlässliche Grundschule gliedert
sich in einen Vor- und Nachmittagsblock: Im Vormittagsblock werden die Kinder
von 7.00 bis 8.10 Uhr (Montag-Mittwoch) bzw. 7.00 Uhr bis 8.55 Uhr (Donnerstag, Freitag), im Nachmittagsblock von 11.45
Uhr (bei Bedarf auch ab 11.00 Uhr) bis 13.00 Uhr betreut.
Die Inhalte der Betreuungszeiten beziehen
sich im Vormittagsblock auf die Hinführung der Kinder in den schulischen Alltag
durch kreative oder spielerische Elemente, wie z.B. Bastelangebote,
Gruppenspiele oder Brettspiele.
Außerdem wird den Kindern einmal
wöchentlich die Möglichkeit geboten in der Verlässlichen Grundschule zu
frühstücken.
Im Nachmittagsblock besteht für die
Kinder die Möglichkeit, die Hausaufgaben zu machen oder wie morgens zu basteln
oder zu spielen. Auch hier wird ein Schwerpunkt auf Bewegungselemente im Freien
oder der Alemannenhalle gelegt, damit das Bewegungsdefizit der Schule
ausgeglichen werden kann.
Seit November 2008 ist die Lilly-Jordans-Schule
im Bereich der Grundschule eine Schule mit Ganztagsbetreuung.
Die Betreuung findet während und nach dem Essen von Montag bis Donnerstag von 11.45 Uhr bis 14.30 Uhr statt. Montags bis donnerstags wird von 13.00 Uhr bis 14.30 Uhr Hausaufgabenbetreuung angeboten. Verschiedenen Projekte, wie z.B. Projekt "Natur" finden nachmittags statt.
Ansprechpartner und Kontakt:
Frau Annegret Graul (Sozialpädagogin) 07586/920892 oder 07586/920893